
Sardinien und Korsika
Sardinien war mir bisher gar nicht so auf der Wunschliste der Reviere präsent. Das wird sich in den nächsten beiden Wochen grundsätzlich ändern. Bereits am Vorabend angereist, habe ich den ersten Abend in der Stadt Olbia verbracht und konnte in das sardische Flair eintauchen. Meine here wego - App hat mir eine Möglichkeit aufgezeigt, mit einem öffentlichen Bus zur Marina in Portisco zu kommen. An der Bushaltestelle gab es zwar eine elektronische Anzeige, aber nur für die lokalen und nicht die „Überland“-Busse. Ohne die App hätte ich den nicht ausfindig gemacht. Bereits im Hotel hat man mich damit konfrontiert, dass man hier mit englisch nicht immer weiter kommt. Die Transformation meiner geringen Spanisch-Kenntnisse in die italienische Sprache hatte ich mir auch leichter vorgestellt. Irgendwie wird man sich aber immer einig.
Das Busticket löst man am besten in Tabacchi-Läden, die den Verkauf der spottbilligen Tickets von 1.50 Euro für eine dreiviertelstunde Busfahrt vornehmen. Ich bin mittlerweile auf die App TabNet umgestiegen. Das Einrichten der App erfordert allerdings einige Zeit. Auch dort habe ich nur die italienische Sprache vorgefunden. Dagegen empfiehlt es sich nicht, ohne Ticket einzusteigen. Tickets werden im Extraurbani-Bus nicht verkauft, und ich habe selbst erlebt, dass Fahrgäste ohne Fahrschein gebeten wurden, wieder auszusteigen. Über die App unter Extraurbani ist die Verbindung Olbia -> San Pantaleo zu wählen! Eine Haltestelle Portisco findet man in der App nicht.
Dort angekommen geht es den steilen Weg zur Marina herunter und ein herrlicher Blick über die Bucht empfängt einen.
Prolog - Die Anreise


Eine Schiffseinweisung auf italienisch mit Behelfsübersetzung der Dame aus dem Charterbüro habe ich auch noch nicht erlebt, wird aber sympathisch und geduldig vollzogen.
Traumziel der meisten Sardinien-Segler ist das La Maddalena - Archipel. Allerdings sind für die erste Woche so starke Winde angesagt, dass eine Reise dorthin und vor allem der Sprung nach Korsika nicht sinnvoll erscheint. Die sailwithus-Skipper sind sich uneins. Während einige die Reise nach Norden antreten, entschließen wir uns, dem windstarken Norden aus dem Weg zu gehen und die günstigeren Prognosen Richtung Süden auszunutzen. Tatsächlich waren wir bis auf einen Tag am Segeln, während die Kollegen im La Maddalena - Archipel 3 Tage an einer Boje lagen und nicht auslaufen konnten.


Die Reise führt uns an einer Übernachtungsgelegenheit im Golfo degli Aranci weiter Richtung Süden, an der beeindruckenden Isola di Cavolara vorbei, an deren Ankerbucht wir zu einer anderen Gelegenheit auch einmal nächtigen. Die beiden Restaurants auf der Insel sind zu empfehlen. Die Geschichte hinter dieser Insel, die Legendenstatus besitzt, zwingt einem ja beinahe zu einem Aufenthalt. So handelt es sich um Tavolara um das kleinste Königreich der Welt, wird derzeit von ca. 11 Personen bewohnt, die Nachfahren des ersten Königs sind. Diese Geschichte muss man ein wenig im Hinterkopf haben, denn der Restaurantbesuch gleicht eher dem, was man auch von weniger prominenten und sagenumwobeneren Orten kennt.




Weiter Richtung Süden
Angekommen in La Caletta legen wir einen Ruhetag ein. Das Regengebiet, welches durchzieht, hat ordentliche Böen im Gepäck und das Städtchen selbst ist einen Besuch wert. Zur Abwechslung auch mal sehr schön, etwas mehr von Land und Leuten mitzubekommen.
Als am nächsten Tag vor Sonnenaufgang Richtung Osten abgelegt wird, begleiten und zwei große Delfine in dem Moment, in dem die Sonne auftaucht. Man fühlt sich wie in einen kitschigen Roman versetzt. Vereinzelt sind noch kleinere Wolken mit leichter Schauerneigung unterwegs, aber das Wetter ist stabil genug, dass auf Wunsch unter dem Großbaum in der Hängematte relaxt werden kann.
So geht es am letzten Tag zurück in die Charterbasis in der Marina Portisco. Bei der Rückgabe des Bootes frischt der Wind wieder auf und es sieht schlecht aus, am Sonntag mit der neuen Yacht abzulegen. Zumal für mich noch keine Yacht zur Verfügung steht.
Das vereinbarte Boot steht aufgrund eines Schadens nicht zur Verfügung. Und Ende September ist deutlich zu spüren, dass die Saison zu Ende geht und notwendige Reparaturen dann über die Wintermonate anberaumt werden. „End of season“ wird ein running gag.
Nachdem ich mehrfach den Wunsch geäußert habe, eine Yacht zugeordnet zu bekommen, fällt dann der Bootsname „Pandora“. Wer bitte kommt auf die Idee, ein Schiff so zu benennen? Mir schwant Böses. Aber es kommt noch richtig dick: Ich höre etwas von „Katamaran“. Sind das nicht diese merkwürdigen schwimmenden Wohnwagen? Und sollte ich nicht der Tatsache Rechnung tragen, so ein Ding noch nie gefahren zu sein? Ich werde beruhigt, dass dies ganz einfach sei und sie mir noch kurz ein paar wichtige Informationen und eine Einweisung geben. Zurück am Steg suche ich die Pandora. Eine Bali 43. Es hätte ja auch erst mal eine 40er sein können, aber warum kleckern, wenn man klotzen kann.


Warum die Jungs einfach das machen, was ihnen gerade so richtig erscheint und dies nicht mit dem Skipper absprechen, hat mich schon des öfteren geärgert. Ich glaube, man muss klarmachen, dass man Unterstützung nur dann haben will, wenn es erforderlich ist und es dafür Kommandos gibt. Ich verstehe vollkommen, dass Seeleute, die nur mal eine Woche im Urlaub auf einer Charteryacht unterwegs sind, diese Manöver gerne mehr oder weniger abgenommen bekommen möchten, wenn man aber einen Plan hat und der Marinero einem das Boot verreißt, ist das gar nicht witzig.
Eine kleine Macke hat das Nachbarboot, aber siehe da... Das ist ja das, welches ich ursprünglich bekommen und aufgrund der Reparaturbedürftigkeit dieses Jahr nicht mehr unterwegs sein wird. Wir diskutieren lange, wie wir auch unter moralischen Gesichtspunkten mit der Sache umgehen.


Ich begebe mich auf den Steuerstand und sehe auf die Einrümpfer herab. Mit Vorbehalten, ob ich das wirklich ableisten kann, aber auch mit einer kleinen Portion stolz, dass man mir diesen Trümmer anvertraut. Zwei Kühlschränke, so etwas habe ich nicht mal ansatzweise zu Hause, und Kabinen, die viel Platz und Luxus bieten. Irgendwie Wahnsinn.
Etwas Unbehagen löst der Liegeplatz aus. Ich kann nicht einfach den Hafen verlassen, sondern muss die gesamten Boote und damit die gespannten Muringleinen passieren, bevor ich den Steg verlassen kann. Und das bei dem Wind.
Die Crew trifft ein, 4 Männer, die eigentlich einen Einrümpfer gebucht hatten. Nach der ersten Überraschung macht man sich mit dem Platzangebot und dem gebotenen Luxus vertraut - und damit auch mit dem Gedanken, auf diesem Schiff einfach eine gute Zeit zu haben.
Nach dem Kennenlernen steht die Planung für den ersten Seetag an. Ich traue mir einfach nicht zu, bei deutlich über 20 ktn Wind mit diesem Teil loszufahren. Die Yacht Maria, die ich die Vorwoche schon hatte, wird von einem sympathischen Skipperkollegen übernommen. Auch er hat eine zahlenmäßig kleine Crew, die aber unbedingt am Sonntag schon rausfahren möchte. Also vereinbaren wir, dass ich dem Skipper zur Hand gehe und wir alle mit der Maria einen Schlag in den Golfo die Congianus wagen. Ich darf mir zugute halten, dass ich gewarnt hatte...
Tatsächlich merken wir nach Verlassen des Hafens, dass es auf dem Wasser erwartungsgemäß noch mehr bläst. Das Rollgroß, dass wir in der vergangenen Woche bedient hatten, versagt nach der Hälfte das Herausrollens die Zusammenarbeit. Ein Reff ist sicherlich eine gute Idee, für gewöhnlich möchte man dies aber selbst einstellen. Hier geht einfach nichts mehr, weder vor, noch zurück. Unser Skipper bändselt kurzerhand das Segel am Baum fest, so gut es geht, und wir sehen ein, dass der einstündige Ausflug reicht. Wir fahren wieder in die Marina ein, bekommen noch einen ordentlichen seitlichen Hieb von den Marineros und ihrem Schlauchboot, mit dem nicht zu rechnen war und touchieren unsanft das Nachbarboot.
Am nächsten Tag hilft alles nichts, der Kat will bewegt werden. Die „Parklücke“ ist nicht breiter geworden, also vorsichtig die Leinen fieren und voran. Steuerrad festgestellt und nur mit den beiden Motoren gelenkt. Tatsächlich, da tut sich wirklich etwas. Bin ich weit genug heraus, um den Katamaran zu drehen? Es könnte passen. Darius ruft, während ich mein Drehmanöver einleite, ob er die Vorleine denn jetzt wegnehmen kann. Verdammt, ich war so aufgeregt, dass ich diese nicht mehr beachtet hatte. Ein lässiges „Leine kann über“ behebt dann dieses Problem und lässt uns losgelöst auf dem Wasser zurück. Tatsächlich finde ich die Mitte für die Ausfahrt, beide Maschinen langsam voraus und gerade die engen Muringleinen passieren. Nur hat das nach ein paar Metern nichts mit Geradeaus-Fahrt zu tun. Mit der entsprechenden Motorunterstützung halte ich den Kat gerade, muss aber steuerbords deutlich mehr Energie einbringen als auf der anderen Seite. Endlich ist die Hafenmole hinter uns, wir fahren jetzt mal mit Steuerrad. Sofort fällt auf, dass die markierte Mittelstellung gar nicht die Mitte ist, sondern fast eine halbe Drehung mehr erforderlich ist. Gut, dann muss die Markierung halt unten leicht links sein. Wegen so einem Mist macht man sich das Leben im Hafen schwer, das Ablegemanöver hätte sonst wirklich entspannt geklappt.
Wir drehen gemeinsam mit der Maria wieder nach Süden ab, um dort das erste Ankermanöver mit einem Kat durchzuführen. In der vollkommen leeren Ankerbucht liegt ein deutscher Fahrtensegler mit seiner kleinen betagten Yacht und ruft uns schon von weitem zu, wir sollen hier weg, er hätte 60m Ankerkette geworfen, er wäre ein Langkieler und unser Kat hätte einen anderen Schwoikreis. Ungläubig höre ich mir das an und denke, so, nun erst recht mal etwas näher dran. Vermutlich war das sein erster Kontakt mit Menschen seit einem Jahr. Ich hätte ihm gerne mal gezeigt, wieviel Abstand beim Ankern in beliebten Buchten auf Mallorca herrscht. Er geht kurz runter und kommt mit seinem Fotoapparat an, um irgend etwas zu dokumentieren. Oh Mann... gibt es solche Typen auch in anderen Nationen?
Nach einer geruhsamen Nacht geht unser netter Nachbar textilfrei zum Schwimmen. Juli unserer Crew ruft ihm gleich herüber, von wegen Langkieler... haha, gelungener Scherz. Irgendwann legt er ab, wir frühstücken noch schön und machen uns nun auch endlich auf nach La Maddalena.


An den ganzen riesigen Motoryachten vorbei, das berühmte Porto Cervo links liegen gelassen, suchen wir uns eine Ankerbucht. Und jetzt beginnt der Zauber des Archipels zu strahlen. Was für ein unverschämt schöner Ort. Sollte jemals eine Sehnsucht nach Karibik oder ähnlichem bestanden haben, hier ist sie verflogen.


Fahrt ins Paradies - La Maddalena und Korsika
Unterwegs begegnet uns unser neu gewonnener Freund wieder, dümpelt so daher. Unser Kat ist natürlich tipptopp getrimmt und wir kommen ihm näher. Wenn das jetzt keine Regatta-Situation ist, was dann? Also schön in Luv ihm den letzten verbliebenen Wind genommen und ihn mit flatternden Großbaum zurückgelassen. Spaß muss sein.


Unser Ankerplatz auf der Westseite von Caprera kurz vor der Brücke, die diese Insel mit La Maddalena verbindet, ist fantastisch. Wir machen am nächsten Morgen noch einen Landgang, schwimmen ausgiebig im kristallklaren Wasser und brechen auf, weiter Richtung Norden, Korsika vor der Nase. Dennis hat dafür auch wieder normale Freizeitkleidung an, nachdem er uns mit seiner Badehose noch die J.Lo gemacht hatte. Habe ich schon erwähnt, wie großartig meine Crew war? Es war nicht möglich, morgens die Augen aufzumachen und nicht nach fünf Minuten wieder über einen blöden Spruch in Lachen auszubrechen.
Eine Nacht noch im Archipel, an der Schönheit dieser Region kann man sich gar nicht sattsehen. Ich hätte im Traum nicht daran gedacht, dass der Höhepunkt noch vor uns liegt.
Die Wetterbedingungen sind traumhaft, um die berüchtigte Straße von Bonifacio zu passieren. Insbesondere durch die hohen Berge von Korsika entsteht hier bei West-, aber auch Ostwindlage ein regelrechter Düseneffekt. Ganz so dramatisch, wie in einigen Berichten zu lesen, war es dann aber doch nicht.
Eine Anmeldung und Reservierung in der Marina von Bonifacio über diesen Link ist unerlässlich. Idealerweise ist die Gastlandflagge dann noch die korsische und nicht die französische. Ich habe mich jedenfalls vor Ort damit eingedeckt und habe das Gefühl, bei den weiteren Besuchen von den Marineros einen besseren Platz zugewiesen bekommen zu haben.
Als Bonifacio näher kommt, stockt mir beinahe der Atem. Die Stadt, die an der Abrisskante der Felsen 80 Meter über dem Meer zu sehen ist, ist mit Worten kaum zu beschreiben. Die Einfahrt in den Naturhafen, durch die riesigen Kreidefelsen hindurch ist eines der Dinge, die ich in meinem Seglerleben nicht vergessen werde.


Die Marineros riegeln die Einfahrt rigoros ab. Wer nicht reserviert hat, kann gleich wieder hinausfahren. Wir bekommen einen Platz in der Nähe der Ausflugsboote, werden von gefühlt tausenden Augen kritisch beäugt, legen perfekt an und.. .werden aufgefordert, einen anderen Platz zu suchen. Mist, es hatte doch alles so gut geklappt. Schließlich war das der erste Anleger mit einem Kat. Aber auch der zweite Versuch gelingt, auch wenn unser Anlegesteg eigentlich etwas zu klein für uns ist.
Nach der Bezahlung des Liegeplatzes machen wir uns auf den Weg in die Altstadt auf dem Felsen. Hat man erst das Gefühl, in ein Kastell mit einer großen Tür zu gehen, erschließt sich einem danach eine komplette Stadt mit engen Gassen und faszinierenden Häusern. Die Crew geht ins La Minute Moule, eine Empfehlung für Muschelfreunde. Ich selbst bin nicht so der Muschelfreund und finde die korsische Pasta mit spezieller Soße auch ausgezeichnet.
Der Abstieg bei Nacht und der Blick auf den Hafen rundet den mehr als gelungenen Abend ab. Zu einem späteren Besuch lustwandeln wir noch über den Friedhof „Le Cimetière Marin de Bonifacio“, bei dem die Toten in kleinen häuserartigen Mausoleen zur letzten Ruhe untergebracht sind. Auch dieser Ort ist nicht ohne Magie. Wir stattdessen laden noch den Skipper vom Nachbarboot ein und hören uns haarsträubende Abenteuer mit einer Prise Seemannsgarn an. Um halb vier sind wir uns einig, dass wir den Redefluss endlich beenden.
Aufenthalt in Korsika - Bonifacio




Nachdem wir uns von Bonifacio verabschiedet haben, gehen wir wieder in den Regattamodus. Hinter uns kommt eine große Einrumpfyacht mit schönen Laminatsegeln hinterher. Wir packen unsere Segel back, mal sehen, ob der Kat so etwas besser an den Wind klettert. Wir können einen Kurs einschlagen, der den Jungs hinter uns nicht ganz schmecken dürfte. Und was machen die? Packen die Genua komplett weg, fahren hinter uns durch und Setzen das Segel wieder. Ein Manöver, das ich so auch noch nicht erlebt habe. Die Schot zu fieren wäre ja auch eine praktikable Variante.
Er düst dann steuerbords davon und wir setzen unsere Reise fort. Nach 10 Minuten sehe ich, dass die Yacht wendet. Ich bin gespannt, wie viel Strecke sie uns gegenüber wettgemacht hat. Kurze Zeit später muss ich feststellen: Keinen. Ist jetzt nicht wahr... jetzt müssen wir ausweichen. Aber kurz vor dem Manöver dreht die Yacht wieder ab und fährt eine Wende. Etwas eigenartig, was da passiert. Irgendwann sehen wir dann, dass sie die Segel eingepackt und die Fahrt unter Motor fortsetzen. Sieg.


Wir finden noch eine tolle Ankerbucht, Cala Lunga auf Razzoli, für die letzte Nacht, da ist sogar eine Festmacherboje frei. Ob diese wirklich zum Anlegen vorgesehen ist, ist nicht ganz klar. Ich mache den Fehler und lasse die Männer versuchen, die Boje über den Bug zu erwischen, dafür ist der Kat einfach zu groß. Die Leine nach achtern zu legen und das Schiff kurz mit dem Hinterteil an die Boje fahren wäre die komfortable Lösung gewesen. Unsere Bemühungen werden allerdings von der Nachbarcrew beobachtet und der Nachwuchs per Dinghi macht sich zur Unterstützung auf den Weg. Nach getaner Arbeit gibt es Cola als Lohn, für Papa wird noch etwas Bier mitgenommen. Den Trick muss ich mir unbedingt merken.
Am nächsten Morgen kommt eine Gruppe mit einem Motorboot an und betritt die Insel. Mir war so, als kann man dort nicht einfach so auf eigene Faust unterwegs sein. Kurze Zeit später kam ein weiteres Motorboot, dass einen offiziellen Anstrich hatte. Offensichtlich mit dem angelandeten Boot beschäftigt, haben wir uns eilig davon gemacht.
Für das La Maddalena Archipel benötigt man normalerweise ein Ticket für die Schutzzone, ein solches aber online zu buchen war mir nicht möglich. Da ich gelesen hatte, dass es allgemein fraglich ist, wie sich dieser Sachverhalt so gestaltet, haben wir auf weitere Recherchen verzichtet. Ein komisches Gefühl aber bleibt. ACHTUNG! UPDATE! siehe link
Am letzten Tag sind wir wieder ausgiebig gesegelt, wieder die meiste Strecke hart am Wind und wieder konnten wir uns nicht schlecht gegen die bevorteilten Einrumpfer behaupten. Auch das schiebe ich gerne auf die begrenzt vorhandenen Kompetenzen der beteiligten Schiffe. Ich hatte mir diesen Kurs auf einem Kat wirklich unangenehmer vorgestellt.
Zurück in der Marina, verpassten wir das Zeitfenster für die Tankstelle. Also früh am nächsten Tag schnell rüber, keine Schlange und keine Wartezeit, eigentlich ideal. Allerdings waren unsere Marineros ziemlich sauer, dass wir einfach so wieder in den Hafen eingefahren sind. Da herrscht in Portisco ein strenges Regiment Keine Hafeneinfahrt ohne Ankündigung per Funk.
So ging eine wunderbare Reise zu Ende, bei der ich meine Vorbehalte gegen das Kat-Segeln ablegen konnte. Der Komfort ist beeindruckend, und für die Abendveranstaltungen sind die anderen Segler gerne zu Gast.
Aktuelle Informationen zum Permit La Maddalena Archipel
Stand Ende 2024:
Das La Maddalena Archipel erfordert ein permit, welches mittlerweile online über die Website https://autorizzazioni.lamaddalenapark.it/index.php?ssez=Acquista ausgestellt und bezahlt werden kann.
In meinen drei Wochen im August 2024 sind regelmäßig Parkranger auf Booten vorbeigekommen und haben kontrolliert. Und mit regelmäßig meine ich täglich. Dadurch, dass die Bootsdaten und Registriernummer der Charteryacht angegeben werden, erfolgt das Ganze kontaktlos. Allerdings konnten wir des Öfteren beobachten, dass Yachten angefahren wurden und zahlen mussten. Nach meinen Informationen sind die Strafzahlungen deutlich höher als die eigentlichen Permit-Gebühren.
TIPP: Möchte man eine unbeschwerte Ankernacht verbringen, einfach rechtzeitig das Permit buchen.
Weitere Informationen für die Übernachtung:
Seit dem 06. August 2024 gelten neue Regeln zum Übernachten im Archipel. Diese können hier (ihr werdet auf eine fremde website weitergeleitet, für deren Inhalt der Betreiber verantwortlich ist) nachgelesen werden. Auf jeden Fall vorher beim Vercharterer informieren! Noch kann sich anscheinend keiner einen Reim aus der Verordnung machen. Sind die Charterboote von im La Maddalena ansässigen Unternehmen? Das dürfte nicht der Fall sein. Aber ob es Ausnahmeregelungen gibt? Wir sind gespannt. Ich selbst bin erst im August 2025 in Sardinien tätig und werde mir ein Bild machen.
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